Schweizer Schülerinnen und Schüler stark – ausser im Lesen
Die neue Pisa-Studie zeigt: Die Schweiz belegt Mathematik und Sprachwissenschaften Spitzenpositionen. Die Lesekompetenz ist rückläufig.
Die Ergebnisse der neuen Pisa-Studie* sind da. Und für einmal möchten wir mit den Good News beginnen. In Europa belegen Schweizer Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften die Plätze zwei und drei. Zudem zeigen die Ergebnisse, dass zwischen den Geschlechtern in den Naturwissenschaften kaum Unterschiede vorhanden sind.
Seit diesem Jahr wird neu auch die Kategorie «Modellbasiertes Problemlösen» untersucht. Dabei geht es darum, wie Jugendliche komplexe Probleme mithilfe digitaler Werkzeuge und Modelle selbstständig bearbeiten. Auch in dieser Kategorie landet die Schweiz im europäischen Vergleich auf dem zweiten Platz.
Weniger gut sieht es im Bereich Lesen aus. Wie in vielen Vergleichsländern ist die Lesekompetenz auch in der Schweiz rückläufig. Trotz Spitzenposition ist dieser Trend auch in der Mathematik zu beobachten. Was die Studie auch zeigt: In der Schweiz bestehen Leistungsunterschiede je nach sozialer Herkunft, Migrationshintergrund und der Sprache, die zu Hause gesprochen wird.
Mit der Sprachenstrategie hat der Kanton Aargau bereits Massnahmen zur Verbesserung der Deutschkompetenzen der Schülerinnen und Schüler in die Wege geleitet. Bildung Aargau hofft, dass die Gemeinden dabei ausreichend unterstützt werden, damit eine qualitativ gute und im ganzen Kanton vergleichbare Frühe Förderung gewährleistet werden kann.
*Die PISA-Studie ist eine internationale Bildungsstudie der OECD, die alle drei Jahre untersucht, wie gut 15-jährige Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Ländern grundlegende Fähigkeiten in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften beherrschen.