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PH Sparauftrag: Bildung Aargau ist irritiert

Die Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz muss sparen. Dabei soll es auch zu Entlassungen kommen. Bildung Aargau ist irritiert. Wie soll die PH ihren Qualitätsanspruch erfüllen und innovativ bleiben, wenn sie gleichzeitig Einsparungen in Millionenhöhe vornehmen muss?

Text von Beat Gräub

Die PH FHNW stand und steht in der Kritik. Die Ausbildung sei ineffizient, deshalb teuer, zu wenig praxisnah und deshalb qualitativ nicht immer da, wo sie sein sollte.

Die Kritik ist aber nur teilweise berechtigt. Die PH hat Gegenmassnahmen eingeleitet. Auch Bildung Aargau hat über verschiedene Gremien Vorschläge einbringen können.

Die Anmeldezahlen sind am Steigen. Das ist erfreulich, denn der Kanton Aargau ist aufgrund des Lehrpersonenmangels dringend auf Nachwuchs angewiesen.

«PH muss Spielraum für innovative Projekte in der Lehre und der Forschung haben»

Da ist es schon sehr irritierend, dass die PH aktuell gezwungen ist, Einsparungen in Millionenhöhe vorzunehmen. Dass allfällige organisatorische Ineffizienzen korrigiert werden, ist in Ordnung.

Das Problem ist aber grundsätzlicher; die PH muss Spielraum für innovative Projekte in der Lehre und der Forschung haben, damit die Qualität der PH auf hohem Niveau nicht nur gehalten, sondern noch weiter gesteigert werden kann.

Die vier Standortkantone, insbesondere der grosse Kanton Aargau, sind gefordert, ein klares Bekenntnis zu einer starken, qualitativ hochwertigen, modernen PH bzw. Fachhochschule abzugeben. Dies kostet Geld, was zumindest im Kanton Aargau definitiv vorhanden ist.