Neuigkeiten aus unserer Geschäftsleitung
Im Zentrum der vergangenen Geschäftsleitungssitzung von Bildung Aargau stand der Bericht der EDK zur Überprüfung der Grundkompetenzen in Deutsch, Französisch und Englisch. Daneben waren Stundentafeln und politische Vorstösse traktandiert. Letzter sorgten für Heiterkeit.
Die bescheidenen Resultate, die die Jugendlichen im Rahmen der Überprüfung der Grundkompetenzen, durchgeführt durch die Erziehungsdirektorenkonferenz EDK, im Kanton Aargau erreichten, beschäftigten die Gerschäftsleitung von Bildung Aargau. Die Resultate insbesondere im Fach Französisch sind auf allen Leistungszügen bescheiden, und müssen zu denken geben. Ganz überraschend kommen sie für die Geschäftsleitung von Bildung Aargau aber nicht.
Die Ursachen dürften vielfälltig und nicht auf allen Stufen dieselben sein. Offensichtlich ist aber, dass das Primarschulfranzösisch wenig nutzen bringt. Die drei Lektionen Französisch pro Woche, sind für ein «Sprachbad» zu wenig. Ausserdem müsste ein solches Sprachbad früher erfolgen als in der fünften Klasse.
Fachkräftemangel zeigt sich drastisch
Besonders gravierend wirkt sich im Primarschulfranzösisch der Fachkräftemangel aus. Während sich Qualitätsabnahmen in den meisten Fächern «nur» schleichend zeigen, passiert dies in den Fremdsprachen rasch. Schlimmer noch, die Kinder verlieren die Freude an der Fremdsprache.
Bildung Aargau warnt seit längerem vor Qualitätsverlust aufgrund Fachkräftemangel. Neuste Zahlen deuten darauf hin, dass bereits 30 Prozent aller Lehrpersonen nicht eine passende Ausbildung haben. Teilweise kann dies mit Coachings abgefedert werden, was das System aber natürlich wiederum belastet. Oft bleiben Qualitätsdefizite aber unendeckt, bis eben eine externe Überprüfung stattfindet.
Daneben finden sich weitere Probleme im Primarschulfranzösisch. Lehrmittel sind oft ungenügend und die Sprachdidaktik für diese Stufe oft ungeeignet. Der Verbandsrat von Bildung Aargau hat sich deshalb schon vor einiger Zeit mit dem Primarschulfranzösisch beschäftigt. Der Tenor ist überwiegend kritisch.
Wir begrüssen es dehalb, dass jetzt auch das Departement BKS Handlungsbedar erkannt hat.
Keine unnötige Bürokratie, bitte!
Weiter waren die neue Stundentafel im Rahmen des Projekts Gymnasium 27+, zu der sich schon Andreas Meier, Präsident des aargauischen Mittelschullehrpersonenverbands, im Schulblatt geäussert hatte, und diverse politische Vorstösse ein Thema.
Insbesondere die Vorstösse zum Sexualkundeunterricht an der Volksschule sorgten für eine Mischung aus Heiterkeit und Verärgerung. Die Forderung, dass die Lehrperson vorgängig die Eltern über Unterrichtssequenzen informieren muss, scheint uns ein unnötiger bürokratischer Aufwand zu sein. Umso mehr als viele Schulen bereits heute Quartalsbriefe an die Eltern versenden.
Wir sind deshalb erfreut, dass das Departement die Motion zur Ablehnung empfiehlt.