Neues aus der Politik: Medienkompetenz stärken
Schlafstörungen, Unkonzentriertheit, Cybermobbing, Sextortion - Die Herausforderungen der Gesellschaft im Zusammenhang mit neuen Medien sind enorm. Deshalb war das Thema auch an der letzten Vorstandssitzung von Bildung Aarau präsent.
Unsere Präsidentin Colette Basler reichte ihre Interpellation mit Blick auf ein Social Media Verbot für Jugendliche jünger als 16 ein und stellt dem Regierungsrat elf Fragen, wie bspw. wie die Regierung die Auswirkungen von sozialen Medien auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beurteilt, oder ob sich die Regierung ein Verbot von sozialen Medien für Jugendliche unter 16 Jahren vorstellen kann.
Die Interpellation wurde überparteilich von Personen aus allen Fraktionen unterschrieben. Es wird sich zeigen, wie der Regierungsrat die Fragen beantwortet. Bildung Aargau begrüsst die Interpellation ausdrücklich, ist sie doch die Folge einer Umfrage unter unseren Mitgliedern, die zeigte, dass fast 80 Prozent ein solches Verbot unterstützen.
In dieselbe Richtung zielt eine Motion zum Thema Cyberkiminalität eingereicht von Sabine Suter-Sutter und wiederum breit überparteilich abgestützt, auch von Colette Basler. Irritierender Weise lehnt der Regierungsrat die Motion ab. Sie scheint ihm zu teuer zu sein. Das ist schade. Im Rahmen des Lehrplans, welcher die Bereiche Informatik und Medienkompetenz vorsieht, hätte man die Anliegen der Motion schlank und ohne Mehraufwand für die Lehrpersonen umsetzen können. Da es sich um Prävention handelt, würde dies zwar etwas kosten, längerfristig würde es aber auch Mehrkosten verhindern.
Es wird sich zeigen, ob der Grosse Rat der Argumentation der Regierung folgt.