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Der Aargau investiert in die frühe Sprachförderung

Text von Katja Burgherr

Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen sollen künftig früher erkannt und gezielt gefördert werden – noch bevor sie in den Kindergarten eintreten. Der Kanton Aargau plant deshalb die Einführung einer kantonsweiten Sprachstanderhebung für Kinder ein Jahr vor Kindergarteneintritt. Ziel ist es, Förderbedarf rechtzeitig zu erkennen und passende Massnahmen einzuleiten.

Bereits von 2021 bis 2024 wurden entsprechende Pilotprojekte in zwölf Gemeinden durchgeführt. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Kinder, die vor dem Kindergarten Sprachförderangebote wie Spielgruppen oder Kitas besuchten, machten deutliche Fortschritte in ihren Deutschkenntnissen. Sie waren bei Schuleintritt besser vorbereitet – ein entscheidender Vorteil für einen gelungenen Start in die Bildungslaufbahn.

Ab August 2025 können sich interessierte Gemeinden für die Teilnahme an der Sprachstanderhebung anmelden. Die eigentlichen Erhebungen sollen ab 2026 starten. In der Folge erhalten Gemeinden Zeit, um die nötigen Strukturen aufzubauen. Ab 2028 soll das Projekt dann im ganzen Kanton umgesetzt werden.

Die Sprachstanderhebung dient nicht nur der Diagnose: Sie soll den Gemeinden und dem Kanton helfen, gezielt zu planen – sei es bei Förderangeboten, der Ausbildung von Fachpersonal oder bei weiteren Massnahmen zur Sprachförderung. Damit soll jedes Kind die gleichen Chancen auf einen erfolgreichen Schulstart erhalten.