Delegierte stellen Forderungen und verabschieden Resolution
Die Liste der Schwierigkeiten, die in der Aargauer Schule dringend angegangen werden müssten, ist unverändert lang. So lang und so dringlich, dass die über 130 Delegierten von Bildung Aargau an ihrer diesjährigen Delegiertenversammlung in der Aula der Berufsschule Aarau diese Forderungen in eine Resolution gossen und einstimmig verabschiedeten.
- Anhebung des Lohns für die Funktion «Kindergarten» auf denjenigen der Funktion «Primarstufe/Einschulungsklasse»
- Entlastung aller Lehr- und schulischen Fachpersonen von administrativen Aufgaben
- Evaluation des «Eigenverantwortlichen und begleiteten Lernens» an den Mittelschulen
- Genügend finanzielle und personelle Ressourcen zur Erfüllung des Bildungsauftrag (Begleitung Berufseinstieg, Umsetzung von Projekten, Unterstützung der Gemeinden)
- Kleinere Klassengrössen
- Rückgängigmachen der ursprünglich als befristet deklarierten Sparmassnahmen aus den Jahren 2015 bis 2019 (Pensenerhöhungen auf den Stufen Sek I und Sek II, Wiedereinführung der ungebundenen Lektionen in den Zyklen 1 und 2, Kürzungen der Globalbudgets auf der Stufe Sek II, Wiedereinführung der Intensivweiterbildung)
- Wirkungsvoller Hitzeschutz für alle Aargauer Schulen
- Zweite Entlastungslektion für Klassenlehrpersonen der Volksschule, bzw. Einführung einer Entlastungslektion auf der Stufe Sek II
Die Liste ist lang und seit der verlorenen Abstimmung vom 14. Juni 2026 nicht kleiner geworden, obwohl die Gegnerinnen und Gegner betonten, dass sie die Probleme angehen wollten.
Um den Druck und die Dringlichkeit aufrecht halten zu können, verabschiedeten die über 130 Delegierten im Rahmen der Delegiertenversammlung von Bildung Aargau diese Forderungen einstimmig in Form einer Resolution. Die Resolution wurde noch vor Ort dem Leiter Volksschule, Patrick Isler-Wirth übergeben.
Die Versammlung fand in der Aula der Berufsschule Aarau statt. Colette Basler, Präsidentin von Bildung Aargau und Daniel Hotz, Geschäftsführer von Bildung Aargau führten durch die knapp zweistündige Versammlung. Hanspeter Hilfiker, Stadtpräsident von Aarau überbrachte Grussbotschaften der Aarauer Stadtregierung. Er betonte, dass das Bildungswesen die wohl nobelste Aufgabe der öffentlichen Hand auf allen Staatsebene sei.
Patrick Isler-Wirth wieder verglich die Volksschule mit einem (KI-generierten) Kreuzfahrtschiff, welches manchmal durch schönes, sonniges, manchmal aber auch windig-stürmisches Wetter fährt. Die Volksschule sei ein wichtiger stabilisierender Faktor im Leben von Kindern, stellte er fest.
Alle Traktanden wurden von den Delegierten einstimmig angenommen.
Umrahmt wurde die Veranstaltung von Hackbrettspielerin Anja Mettler, was bei den Delegierten und Gästen für grosse Freude sorgte.