Schnittstellen und Übergänge

Vom Kindergarten in die Primarschule, von der Primarschule in die Sekundarstufe I und von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II. Schnittstellen und Übergänge können für die Kinder grosse Einschnitte in ihren Schulkarrieren sein. Entsprechend wichtig ist es, dass diese Übergänge gut funktionieren. Sie sind für die Qualität in einem Schulsystem zentral. Bildung Aargau hat sich deshalb auch im vergangenen Jahr intensiv mit Schnittstellen beschäftigt. Ausserdem sind wir Gründungsmitglied von «Schule trifft Wirtschaft», einem Verein, der die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Lehrbetrieben im Hinblick auf die Berufswahl verbessern will.

Ausgestaltung von Schnittstellen kann für Kinder von grosser Tragweite sein. Solche Übergänge gibt es einige: Kindergarten in die Schule, dann vom Zyklus 2 in die Sekundarstufe I (Zyklus 3), und schliesslich vom Zyklus 3 in die Sekundarstufe II. Entsprechend wichtig ist es, dass diese Übergänge möglichst reibungslos funktionieren und die Lehrpersonen der abgebenden wie auch der aufnehmenden Schulen wissen, was erwartet wird bzw. was erwartet werden kann.

Bildung Aargau hat sich deshalb auch in diesem Jahr wieder intensiv mit den Übergängen und Schnittstellen beschäftigt. An mehreren Plattformsitzungen der Plattformen Primar, Sek I und  Sek II waren die Schnittstellen ein Thema.

Besonders erfreulich sind die Fortschritte im Projekt «Bez meets Kanti». Unter der Leitung von Martina Burkhart, Rektorin der Neuen Kantonsschule Aarau, hat die Koordinationsgruppe Sek I/Sek II, in welcher Vertretungen von Bildung Aargau ebenfalls ihre Expertise einbringen, sogenannte Treffpunktpapiere für die Fächer Mathematik, Deutsch und Französisch erstellt. Somit wissen sowohl die Lehrpersonen der Bezirksschulen wie auch der Kantonsschulen, was von den Jugendlichen beim Eintritt in die Kantonsschule erwartet wird. Der Erfolg der Treffpunktpapiere ist derart gross, dass vier weitere in den Fachbereichen Natur und Technik, Englisch, Bildnerisches Gestalten und Räume/Zeiten/Gesellschaften geplant sind.

Der Übergang von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II dürfte einfacher werden, wenn der Check S3 besser genutzt werden kann. Bildung Aargau unterstützt eine bessere Nutzung und hat dafür auch konkrete Vorschläge eingereicht. Erfreulicherweise werden mit dem neuen Schulgesetz die rechtlichen Grundlagen geschaffen, dass die Nutzung des Checks S3 in der Sekundarstufe II einfacher wird. Und auch im Aufgaben- und Finanzplan AFP 2026-2029 ist ein Budgetposten für die Verbesserung der Übergänge eingestellt.