Mitgliederversammlung 2026
Rückblick auf die Mitgliederversammlung der Fraktion Berufsbildung vom 22. September 2026
Auch in diesem Jahr trafen sich die Mitglieder der Fraktion Berufsbildung zu ihrer jährlichen Versammlung am BWZ Brugg. Als Gäste konnten wir von Seiten des Departements Bildung, Kultur und Sport Sonja Amport, Leiterin Abteilung Berufsbildung und Mittelschule, und Sandro Schneider, Leiter Sektion Schulische Bildung, begrüssen. Als Vertretung der Geschäftsleitung von Bildung Aargau nahmen die Verbandspräsidentin, Colette Basler, und der stellvertretende Geschäftsführer, Beat Gräub, an unserer Versammlung teil.
Sonja Amport blickte in ihrem Referat auf die positive Entwicklung der Berufsbildung und das neue Förderformat «Kompass» zurück und würdigte die Arbeit ihres Teams. Gleichzeitig thematisierte sie Herausforderungen wie sinkende PISA-Ergebnisse bei dreijährigen Ausbildungen und mehr arbeitslose Hochschulabgängerinnen und -abgänger. Für die Zukunft setzt sie auf eine stärkere Förderung von Menschen, mehr Lehrstellen, eine attraktive Berufsbildung, weiterhin wichtige Brückenangebote und eine engere Vernetzung von Schule und Wirtschaft. (Link: Präsentation)
Colette Basler sprach über wichtige Themen der Sekundarstufe II, darunter die Bedeutung der Leidenschaft für den Bildungsweg, die Initiative «Schule trifft Wirtschaft» und die Zusammenarbeit bei berufsbildungspolitischen Fragen. Sie kritisierte geplante Sparmassnahmen bei Berufsmessen, sah Verbesserungsbedarf an der Schnittstelle zwischen Sekundarstufe I und II und wünschte sich ein flexibleres 10. Schuljahr. Zudem betonte sie die Fähigkeiten der Jugendlichen, verwies auf aktuelle Anhörungen und den neuen Stammtisch für junge Lehrpersonen und dankte allen Lehrpersonen sowie Claudia Beil für ihr langjähriges Engagement.
Alain Burger, Mitglied unserer Fraktion und kantonaler Parlamentarier, berichtete über die Mehrheitsverhältnisse im Grossen Rat und kritisierte die daraus entstandenen Sparmassnahmen sowie politische Entscheide in Bereichen wie Bildung, Kultur und Energie. Als wichtige Herausforderungen nannte er den Fachkräftemangel, fehlende Sonderschulplätze und sinkende Sprachkompetenzen, während die geplanten Entlastungsmassnahmen für Lehrpersonen eine positive Entwicklung darstellten. Für die Sekundarstufe II und die Berufsbildung sprach er über Schulbauprojekte, eine stärkere berufliche Orientierung und politische Bildung sowie über die schriftliche ABU-Schlussprüfung trotz KI. (Link: Präsentation)
Nach den drei sehr interessanten Vorträgen ging die Versammlung zum geschäftlichen Teil über, in dessen Zentrum dieses Jahr Personalgeschäfte standen. Aus dem Vorstand verabschiedet wurden Brigitte Perret als unsere Vertretung aus den KV-Schulen und Ursula Byland als bisherige Vertreterin der Kantonalen Schule für Berufsbildung KSB. Leider ist es beiden nicht gelungen, eine Nachfolge zu finden. Wie schon im Voraus angekündigt, galt es danach, auch Claudia Beil als Präsidentin zu verabschieden. Dabei wurden in einem Rückblick ihre Tätigkeit in den vergangenen 17 (!) Jahren und ihr unermüdliches Engagement gewürdigt. (Link: Jahresbericht)
Für die Amtsdauer 2026 bis 2028 wurden die von den Schulen gestellten Vorstandsvertretungen Antonia Herger (Berufsbildung Baden), Silvio Hirt (Berufs- und Weiterbildungszentrum Brugg), Roland Müller (Schule für Gestaltung Aarau), Rafael Odermatt (Berufsschule Lenzburg), Nicole Oppliger (Berufsschule Zofingen) und Thomas Pfann (Berufsschule Aarau) bestätigt und Thomas Pfann auch einstimmig als Fraktionspräsident gewählt. (Link: Protokoll)