Dringend - Heilpädagogik und Schulsozialarbeit

Im vergangenen Jahr thematisierten die Plattform Sek II, die Fraktion Mittelschulen und die Fraktion Berufsbildung die Schulsozialarbeit und Heilpädagogik. Schon früher wurde ein Argumentarium für die Einführung verfasst.

Im aktuellen politischen Umfeld muss aber befürchtet werden, dass ein solches Anliegen chancenlos wäre. Am ehestens können Heilpädagogik und Schulsozialarbeit in Berufsschulen insbesondere in den Attestklassen eingeführt werden. Dabei ist wichtig, dass Bildung Aargau Schulsozialarbeit nicht als Konkurrenz sieht zur Fachindividuellen Begleitung (FiB), welche an den Berufsschulen etabliert sind, sondern als Ergänzung.

Die Schulsozialarbeit kann mit den Klassen beispielsweise bei Mobbingsituationen arbeiten. Etwas, was die FiB-Anlaufstelle normalerweise nicht kann. Leider nehmen solche Mobbingsituationen sowohl in Berufsschulen wie auch an Gymnasien zu. Im vergangenen Frühling musste gar das aargauische Verwaltungsgericht über einen Fall entscheiden, wo ein Schüler eines Gymnasiums den Unterricht und das Schulklima massiv störte beispielsweise indem er massiv grenzüberschreitende Kommentare gegen Mitschülerinnen und Lehrerinnen aussprach. Eine Schulsozialarbeit hätte hier rasch und niederschwellig eingreifen können, bevor der Fall bis vors Verwaltungsgericht eskalierte.

Bildung Aargau wird in diesem Bereich im kommenden Jahr weiter dranbleiben und versuchen, Verbesserungen einzubringen. Es ist aber klar, dass es sich dabei um ein Projekt handelt, welches politisch nur längerfristig Chancen hat.