Deutsch als Zweitsprache

Deutsch als Zweitsprache «DaZ» ist an der Volksschule von enormer Wichtigkeit. Bildung Aargau hat im vergangenen Verbandsjahr dieser tragenden Rolle des DaZ-Unterrichtes Rechnung getragen und eine thematische Kommission eingesetzt, welche Vorschläge für eine grössere Sichtbarkeit des DaZ-Unterrichtes und eine bessere Vernetzung sowie für attraktive Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für DaZ-Lehrpersonen ausarbeitete.

Während vier Sitzungen im vergangenen Jahr haben sich knapp zehn Personen unter der Leitung des GL-Mitglieds Michael Hegnauer in einer Thematischen Kommission Gedanken zu Deutsch als Zweitsprache DaZ gemacht.

Ziel war ein Positionspapier zu erstellen, welches unsere Haltung zu einem qualitativ hochwertigen DaZ-Unterricht darlegt und aufzeigt, was es braucht, damit der äusserst wichtige DaZ-Unterricht eine grössere Sichtbarkeit erlangt und die Arbeitsbedingungen besser sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für DaZ-Lehrpersonen attraktiver werden.

Für Bildung Aargau ist neben früher Förderung und einer Sprachstandserhebung unmittelbar vor Kindergarteneintritt wichtig, dass es einen klaren Berufsauftrag gibt sowie gute Bedingungen vorhanden sind, damit dieser auch umgesetzt werden kann.

Zusätzlich müssen Anreize geschaffen werden, dass mehr Lehrpersonen den CAS-DaZ absolvieren. Aktuell entstehen der absolvierenden Lehrperson Kosten in Höhe von über CHF 2000. Nicht immer unterstzützt der Arbeitgeber. Hier sollte über Verbesserungen nachgedacht werden.

Es braucht auch schulintern einen neuen Umgang mit dem Fach DaZ.  Die grosse Wichtigkeit eines guten DaZ-Unterrichtes für den Schulerfolg vieler Kinder und Jugendlicher muss breiter be- und anerkannt sein. Die Schulleitungen müssen sich der Bedeutung des Fachs für die Entwicklung der Kinder bewusst sein und sich für entsprechende gute Rahmenbedingungen einsetzen. Dies kann zum Beispiel durch regelmässigen Austausch einer DaZ-Vertretung mit der Schulleitung oder durch eine ständige Vertretung der DaZ-Lehrpersonen in einem Schulleitungsgremium erreicht werden.

Bildung Aargau wird im kommenden Verbandsjahr die Forderungen und Erkenntnisse aus dem Positionspapier in diversen Gremien zur Sprache bringen und allenfalls politische Vorstösse initiieren.