Engagement für die Sekundarstufe II
Die Revision des Maturitätsanerkennungsreglements (MAR) beschäftigte die alv-Geschäftsleitung zusammen mit dem Verband der Aargauischen Mittelschullehrpersonen AMV.
Der Kanton unterteilte das Projekt in sechs Teilprojekte. Der alv erhielt Einsitz in eine Begleitgruppe, in der Vorschläge und Arbeiten der Projektteams beurteilt werden können. Um die Position des Verbands breit abzustützen, bildete der Verband eine interne Arbeitsgruppe mit Vertretungen aus allen Fachbereichen der aargauischen Mittelschulen. Das Engagement ist hoch, die Diskussionen intensiv. Insbesondere die Umsetzung der Lektionentafel führt zu kontroversen Diskussionen, hängt davon doch nicht nur die Tiefe der Stoffvermittlung ab, sondern auch ganz direkt die Arbeitstätigkeit der Lehrpersonen.
Erfreulich im Bereich Mittelschulen war im vergangenen Geschäftsjahr, dass das Projekt «Bez meets Kanti» unter der Leitung von Martina Kuhn, Rektorin an der Neuen Kantonsschule Aarau, deutlich an Fahrt aufgenommen hat. So konnten an der Schnittstelle Bezirksschule-Mittelschulen deutliche Fortschritte in der Zusammenarbeit erzielt werden.
Runder Tisch Mittelschulen
Am Runden Tisch Mittelschulen gab es ebenfalls Änderungen. Nachdem die langjährige Präsidentin des AMV, Katrin Brupbacher, als Rektorin der zukünftigen Kantonsschule Stein berufen wurde, übernahm Andreas Meier das Präsidium. Er war schon vorher am Runden Tisch Mittelschulen vertreten. Neu dabei war die neue AMV-Vizepräsidentin Simone Meyer. Das neue Team konnte zusammen mit dem Vizepräsidenten Roger Sax und dem stellvertretenden Geschäftsführer Beat Gräub einige wichtige Themen zur Sprache bringen. Neben der Revision beziehungsweise der Umsetzung MAR sorgt vor allem das Projekt EBL weiterhin an vielen Aargauer Gymnasien für Skepsis. Daneben kamen die Arbeitsbedingungen an den Mittelschulen generell zur Sprache. Die Diskussionen verliefen intensiv und dauern an.
Berufsschulen
Auch bei den Berufsschulen konnte der alv zusammen mit der Fraktion Berufsschule und der Fraktion KV seine Expertise in die Diskussion einbringen. So verfasste er auf kantonaler Ebene zusammen mit den beiden Fraktionen eine Anhörungsantwort zu den Schulstandorten der Berufsschule für Gesundheit und auf eidgenössischer Ebene zwei Anhörungsantworten zur neuen ABU-Verordnung und zum Projekt Berufsmatura BM 2030.
Da es sich um eidgenössische Vorlagen handelt, stellte der alv ihre Anhörungsantworten auch dem Lehrpersonendachverband LCH, dem Verband der Berufsschullehrpersonen BCH und weiteren Gruppierungen zur Verfügung - offenbar mit Erfolg. Die Anhörungsantworten des alv wurden gerne aufgenommen und in die eigenen Verbandsantworten miteinbezogen.
Es zeigt sich, dass es auch für Berufsschullehrpersonen sinnvoll ist, sich mit grossen Lehrpersonenverbänden zu vernetzen. Leider ist der alv fast der einzige kantonale Lehrpersonenverband, der die Berufsschullehrpersonen direkt integriert hat. Die Schlagkraft zugunsten der Berufsbildung, der Lernenden und der Lehrpersonen könnte eindeutig erhöht werden, wenn die Fachkompetenzen und das Engagement der Berufsschullehrpersonen vermehrt mit den professionellen Strukturen grosser Lehrpersonenverbände zusammengebracht werden könnten.
Um diese Schlagkraft verbandsintern weiter zu steigern, haben auf Ende des letzten Schuljahrs die Fraktionen KV und Berufsfachschulen zu einer grossen Fraktion Berufsfachschule fusioniert. Im kommenden Jahr sind Mitgliederwerbeaktivitäten an den Berufsschulen geplant.
Am Runden Tisch Berufsschulen konnte der alv ebenfalls Traktanden einbringen. Thematisiert wurde beispielsweise die Klassengrösse an EBA-Klassen. Das Schnittstellenprojekt Sek I- Berufsmatura Fachbereich Mathematik liegt dagegen leider momentan auf Eis. Der Verband hat verschiedentlich nachgefragt. Wir werden versuchen, dieses Thema wieder in Schwung zu bringen.