Aktuelles

Mehr Schulraum – ein Neubau und eine Erweiterung in der Pipeline

Text von Katja Burgherr

Neubau Kantonsschule Stein

Der Kanton Aargau gibt in einer Medienmitteilung bekannt, dass das Baugesuch für den Neubau einer Kantonsschule in Stein eingereicht wurde. Im Frühjahr 2021 hatte der Grosse Rat entschieden, die neue Kantonsschule Stein inklusive Sport- und Aussenanlagen auf dem Areal Neumatt Ost zu realisieren.

Das Gelände liegt am Rand der bestehenden Wohngebiete, eingebettet zwischen Wohnsiedlungen, Freizeitanlagen und landwirtschaftlichen Nutzflächen. Es bietet die seltene Gelegenheit, eine moderne Kantonsschule mit Erweiterungspotenzial auf unbebautem Land zu errichten. Die neue Schule wird künftig rund 950 Schülerinnen und Schüler sowie etwa 120 Lehrpersonen beherbergen. Darüber hinaus schafft sie auch für die Bevölkerung und lokale Sportvereine einen erheblichen Mehrwert: Die von der Gemeinde Stein gewünschten Sportinfrastrukturen wurden gezielt in die Planung integriert, sodass das Areal ausserhalb der Unterrichtszeiten für Trainings und Spiele mit Publikum genutzt werden kann.

Auf politischer Ebene erfolgt parallel zum Baubewilligungsprozess die Kreditgenehmigung beim Grossen Rat. Der Entscheid für den Ausführungskredit ist für Herbst 2025 geplant. Die Inbetriebnahme ist auf das Jahr 2029/30 angedacht. 

 

FutureLiebegg: Erneuerung und Erweiterung des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg (LZL)

Der Regierungsrat des Kantons Aargau plant eine umfassende Modernisierung und Erweiterung des LZL in Gränichen. Für die Projektierung wird dem Grossen Rat ein Verpflichtungskredit von 9,2 Millionen Franken beantragt.

Das 1956/57 erbaute Zentrum benötigt aufgrund steigender Schülerzahlen (aktuell über 430 statt ursprünglich 250 Lernende) dringend zusätzliche Unterrichtszimmer, Lernzonen und eine erweiterte Mensa. Zudem sollen Büros und Sitzungszimmer zentralisiert werden. Nachhaltigkeit ist ein zentraler Aspekt: Geplant sind energetische Sanierungen, der Einsatz erneuerbarer Baustoffe und Photovoltaikanlagen.

Ein Ersatzneubau für den alten Milchviehstall ist ebenfalls vorgesehen. Dieser wird moderne Tierwohlstandards erfüllen und effiziente, ressourcenschonende Arbeitsabläufe ermöglichen.

Der Baubeginn ist für 2027 geplant, die Umsetzung erfolgt etappenweise, um den laufenden Betrieb sicherzustellen. Die Gesamtkosten des Projekts «FutureLiebegg» werden auf rund 68 Millionen Franken geschätzt.