Aargau setzt beim Berufseinstieg von Lehrpersonen auf bestehende Angebote
Der Aargau setzt beim Berufseinstieg von Lehrpersonen auf bestehende Angebote – doch es fehlt der Mut für echte Verbesserungen – deshalb braucht es unsere Initiative.
Auslöser ist ein Postulat der SP-Grossrätin Simona Brizzi und Mitunterzeichnenden aus dem Jahr 2022. Gefordert wurde die Prüfung einer professionellen Fachbegleitung für neue Lehrpersonen während der ersten Berufsjahre.
Der Regierungsrat kommt nun zum Schluss, dass im Kanton bereits zahlreiche Unterstützungsangebote bestehen. Dazu zählen das Programm «First Steps» der Pädagogischen Hochschule FHNW, Mentorate für Quereinsteigende, Angebote für Lehrpersonen ohne Lehrdiplom sowie schulinterne «Gotte-/Götti-Systeme».
Besonders positiv bewertet wurde ein Pilotprojekt im Bezirk Baden («PiLUA»), bei dem erfahrene Lehrpersonen Berufseinsteigende begleiteten. Laut Schlussbericht reduzierten die Mentorate Stress und könnten helfen, Berufsausstiege zu verhindern. Eine flächendeckende Einführung wäre laut Regierung jedoch organisatorisch und personell sehr aufwendig.
Die Botschaft stützt sich zudem auf verschiedene Forschungsarbeiten. Diese zeigen, dass begleitete Berufseinstiege helfen können, Lehrpersonen länger im Beruf zu halten, ihre Kompetenzen zu stärken und Belastungen zu reduzieren. Besonders wirksam seien Mentorate, Hospitationen und kollegiale Netzwerke über ein bis zwei Jahre hinweg.
Statt neue Strukturen aufzubauen, will der Kanton die bestehenden Angebote künftig besser koordinieren und weiterentwickeln. Die Verantwortung für die konkrete Umsetzung soll weiterhin bei den Schulleitungen liegen. Die Massnahmen sollen kostenneutral innerhalb bestehender Budgets umgesetzt werden.
Dieser Anspruch auf Kostenneutralität ist ein weiteres Beispiel weshalb es unsere Volksinitiative «Bildungsqualität sichern – JETZT!» unbedingt braucht und weshalb alle Lehr- und schulischen Fachpersonen am 14. Juni ein «Ja» in die Urne legen sollten.
Der Grosse Rat wird die Vorlage voraussichtlich im August oder September 2026 beraten.